Meine Frau und ich möchten gerne im Hinblick auf unseren Ruhestand ein wenig vorsorgen. Wir können zur Zeit ca. 150 Euro monatlich erübrigen, das kann sich allerdings im Laufe der Zeit noch etwas steigern. Wir sind 40 und 42 Jahre, verheiratet und haben drei Kinder. Ich bin Vollzeit berufstätig, meine Frau mit 27 Stunden.
Ist es da ratsam, eine gemeinsame Altersvorsorge anzustreben oder sollte das eher jeder für sich selbst machen? Was ist sinnvoller und vor allem unterm Strich effektiver? Am liebsten hätten wir eine Form der Vorsorge, bei der wir auswählen können, ob wir das Geld monatlich ausgezahlt bekommen oder doch in einer Summe.
Schließlich weiß man ja jetzt noch nicht, wofür man es einmal einsetzen will oder muss. Wer kann uns (eine) passende Form(en) der Altersvorsorge nennen?
AW: Gemeinsame Altersvorsorge bei Eheleuten ratsam?
Zitat von Dietmar
Meine Frau und ich möchten gerne im Hinblick auf unseren Ruhestand ein wenig vorsorgen. Wir können zur Zeit ca. 150 Euro monatlich erübrigen, das kann sich allerdings im Laufe der Zeit noch etwas steigern. Wir sind 40 und 42 Jahre, verheiratet und haben drei Kinder. Ich bin Vollzeit berufstätig, meine Frau mit 27 Stunden.
Ist es da ratsam, eine gemeinsame Altersvorsorge anzustreben oder sollte das eher jeder für sich selbst machen? Was ist sinnvoller und vor allem unterm Strich effektiver? Am liebsten hätten wir eine Form der Vorsorge, bei der wir auswählen können, ob wir das Geld monatlich ausgezahlt bekommen oder doch in einer Summe.
Schließlich weiß man ja jetzt noch nicht, wofür man es einmal einsetzen will oder muss. Wer kann uns (eine) passende Form(en) der Altersvorsorge nennen?
Schönen Sonntag
Dietmar
Hallo Dietmar,
tendenziell fällt mir spontan Riester ein und die Schicht 2, wenn ich lese 3 Kinder. Deine Zulage von 154,- Euro und die deiner Frau 154,- Euro und für jedes Kind 185,- Euro, da kommt schon etwas zusammen.
Insofern würde es sich anbieten zumindest bei deiner Frau einen kleinen Riester abzuschließen. Du kannst dann aber nur 30% des Endbetrages als Einmalzahlung erhalten und musst das ganze versteuern.
Folgende Rechnung für deine Frau:
24.000,- Euro Jahresbrutto x 4% = 960,- Euro p.a.
960 - 154 Zulage Frau - 185 Kind 185 Kind 185 Kind = 251,- Euro Eigenbetrag
251,- : 12 = 21,- Euro monatlich.
d.h. übersetzt 251,- Euro zahlt ihr in diesem Beispiel, 709,- Euro der Staat.
Anlegen kannst Du es als:
1.) Banksparplan
2.) konservative Versicherung
3.) Versicherung mit Fonds
4.) Fondssparplan
5.) Wohn-Riester
Der Hacken an Riester ist und das ist meine subjektive Meinung, Du hast einen Vertrag auf deinen Namen.
Gehst Du mit 65 in Rente und Du hast eine Garantiezeit von 20 Jahren, dann läuft die Rente
- so lange wie Du lebst
- wenn Du stirbst, dann max. 20 Jahre für deine Frau.
Beispiel: Du stirbst mit 75, deine Frau bekommt noch 10 Jahre Rente.
Szenario 2 für ca. 125,- Euro wäre dann Schicht 3, wenn Du die Wahl haben willst zwischen Kapitalauszahlung oder Rente, sinnvoll.
In der Schicht 3 bekommst Du keine Zuschüsse vom Staat, mußt aber ab 60 auch nur die Hälfte deines Ertrages versteuern. Die Besteuerung der Rente wäre auch marginal.
Du hast wieder mehrere Möglichkeiten:
1.) konservativer Sparplan
2.) Sparplan mit Fonds im Versicherungsmantel
Wichtig ist dabei und das ist wieder meine subjektive Meinung, dass wenn Dir etwas passiert, dass deine Frau den Policenwert erhält. Insofern solltest Du keine Garantiezeiten vereinbaren, sonst kannst Du gleich Riestern.
Diese Lösung bieten nicht alle Versicherungsgesellschaften an.
AW: Gemeinsame Altersvorsorge bei Eheleuten ratsam?
Hallo
Wenn schon Riester, dann richtig und nicht nur als Alibi. In der Familie sollten immer beide Partner eine Riesterrente haben. Wenn ein Partner vor erreichen des Rentenalters stirbt, wird dann das Guthaben, inklusive Zulagen in den anderen Vertrag übertragen. Existiert nur ein Vertrag, wird in diesem Fall das Gutaben minus der Zulagen ausgezahlt. Dazu kommt, das Riester noch steuerlich absetzbar ist. Man darf aber nicht übersehen, das nach Wegfall des Kindergeldes auch keine Kinderzulagen mehr in den Vertrag fließen. Dadurch erhöht sich bei dem Beispiel der Eigenbeitrag auf 67 € im Monat. Eine Rentenversicherung ist zwar nicht steuerlich absetzbar, aber bei der Auszahlung werden je nachdem ob Sie eine Rente oder eine Kapitalauszahlung wählen, Steuern fällig. Einziger Vorteil dieser Variante, Sie entscheiden über Kapitalauszahlung, Rente oder beides.